Absage vom MieterEcho

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22/04/2015 von bmgwatch

Die Bezirksgruppe Prenzlauer Berg schrieb einen Artikel fürs MieterEcho. Das MieterEcho hat die Veröffentlichung verweigert. Hier ist die Begründung der MieterEcho-Redaktion:

Liebe Carola, liebe Bezirksgruppe,

vielen Dank für eure Zuschrift an die MieterEcho-Redaktion. Wir freuen uns immer über Artikelangebote aus den Bezirken, die sich mit den dortigen Kämpfen von Mieter/innen, der Arbeit von Initiativen sowie konkreten Erfolgen und Problemen vor Ort beschäftigen. Solche Geschehnisse finden stets und regelmäßig Beachtung im MieterEcho, insbesondere dann, wenn sie von Aktiven der BMG e.V. mitgetragen werden. Leider handelt es sich bei eurer Zuschrift um keinen Artikel in diesem Sinne. Der Text enthält vielmehr eine sehr selektive Darstellung vereinsinterner Angelegenheiten. Die Darstellung ist in wesentlichen Teilen einseitig, fehlerhaft verallgemeinernd oder schlichtweg sachlich unrichtig. Dass etwa der Delegiertenrat dauerhaft nicht beschlussfähig sei, ist keine Tatsache, sondern vielmehr Gegenstand eines laufenden Gerichtsverfahrens. Dass seit vielen Jahren keine Berichte über die Arbeit des Vorstands und die Verwendung der Mitgliedsbeiträge erstattet wurden, ist in dieser pauschalen Form ebenso unrichtig wie die Annahme, dass die Finanzen des Vereins völlig unkontrolliert seien. Die letzten Vorstandswahlen haben im vergangenen Jahr stattgefunden; richtig ist, dass ihre Grundlage von einzelnen Mitgliedern infrage gestellt wird. Insgesamt handelt es sich bei all diesen Punkten (die Liste ließe sich fortführen) um durchaus ernstzunehmende und höchst sensible Streitpunkte, die vereinsintern geklärt werden müssen. Ebenso vereinsintern ist das Verhältnis zum Blog „bmgwatch“ zu klären, die in der jüngeren Vergangenheit durch vereinsschädigende Veröffentlichungen in Erscheinung trat und daher selbstredend nicht im MieterEcho beworben werden kann. Die Rezeption des MieterEchos reicht weit über die vereinsinterne Öffentlichkeit hinaus. Bei Durchsicht vergangener Hefte lässt sich leicht feststellen, dass sich das MieterEcho nie zum Sprachrohr vereinsinterner Auseinandersetzungen hat degradieren lassen. Das MieterEcho repräsentiert immer auch den Verein nach außen, und zwar in einer Art, die sich – auch und gerade im Vergleich zu anderen Zeitungen von Mieterorganisationen – durchaus sehen lassen kann. Eine Veröffentlichung derart umstrittener (und teilweise sogar vor Gericht zu klärender) Vereinsinterna würde zwangsweise eine vereinsschädigende Wirkung entfalten, die weder im Interesse der Redaktion noch der gesamten Organisation (all ihrer internen Kontroversen zum Trotz) sein kann.
Habt bitte Verständnis dafür, dass das MieterEcho nicht das passende Forum für die Artikulation derartiger Anliegen sein kann.

Mit freundlichen Grüßen
Redaktion MieterEcho

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2 Kommentare zu “Absage vom MieterEcho

  1. […] Prenzlauer Berg für das MieterEcho verfasst. Das MieterEcho hat die Veröffentlichung abgelehnt. Krisen und Konflikte bergen eine große Chance in sich. Sie bewirken das Aufbrechen und […]

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  2. […] oder von der Mitarbeit im Verein oder in der Vereinszeitung abgehalten. Kritische Artikel werden von der Redaktion des Mieterechos abgelehnt, auch wenn die Mitgliederversammlung -wie im Prenzlauer Berg – einstimmig die […]

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