NEU: Ausweiskontrolle bei der BMG-Beratung

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13/12/2014 von bmgwatch

ausweisAm Donnerstagabend im Papaladen erreichte die Auseinandersetzung mit dem BMG-Vorstand eine neue Eskalationsstufe: Als Mitglieder der Bezirksgruppe den Laden nach Ende der Beratungszeit um 20.00 Uhr abschließen wollten, und sich Gudrun Bahn wieder einmal weigerte, die ansonsten leere Beratungsstelle zu verlassen, ließ sie durch den Rechtsberater Wolfgang Enders mitteilen, dass ab nächster Woche Ausweise kontrolliert werden. Sollte ein Nicht-Mitglied die Beratungsstelle betreten, ruft sie die Polizei, versicherte Bahn. Ihre anonyme aber engagierte Gefährtin erklärte auf Nachfrage:

Sie haben zu wenig Gehirn, um es zu verstehen.

Sehr irritiert waren die Mitglieder über das Verhalten des Rechtsberaters Enders, der in den ganzen Jahren, die er mit Carola Handwerg im Papaladen beraten hat, keine Bedenken gegen die Betreuung der Beratungsstelle äußerte. Insbesondere nahm er den für ihn bereiteten Tee und die Vor- und Nachbereitung einschließlich das Abschließen des Ladens dankbar an. Doch nun zeigte er sich bemüht, im Auftrag von Bahn die Bezirksgruppe an der Ausübung ihrer satzungsgemäßen Rechte zu hindern und um Verständnis für den Vorstand zu werben. Verständlich ist das, wenn man das Abhängigkeitsverhältnis bedenkt: Bahn ist seine „Arbeit“geberin.

Wer drinnen beraten werden und keine Verhaftung riskieren will, sollte einen Ausweis und die Mitgliedsnummer dabei haben. Alle Menschen, die aus welchen Gründen auch immer – derer gibt es viele – Ausweiskontrollen ablehnen, finden weiterhin außerhalb der Beratungsstellen Hilfe und Unterstützung.
Wie Bahn und Enders nun die neuen Ausweiskontrollen umsetzen, sehen wir schon am kommenden Montag, den 15. Dezember von 18.30 bis 19.30 Uhr in der Oderberger Str. 50. Kommt vorbei – auch ohne Ausweis!

Image courtesy of Mister GC at FreeDigitalPhotos.net

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6 Kommentare zu “NEU: Ausweiskontrolle bei der BMG-Beratung

  1. Stefan sagt:

    Verstehe das Problem nicht. In anderen Beratungsstellen habe ich das auch schon erlebt, insbesondere als ich dem Verein beitrat. Auch das Foto ist mir nicht klar. Warum sollten andere Leute als Mitglieder auch dort etwas zu suchen haben? Wenn dort immer Remmidemmi ist von Leuten, die nur stören wollen, dann finde ich die Maßnahme legitim.

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    • Remmi D.Emmi sagt:

      Du hast also auch schon in anderen Beratungsstellen erlebt, das die betreuende Bezirksgruppe daran gehindert wurde die Beratungsräume abzuschließen und sich dabei, so wie es scheint direkt vom „Vorstand“ als auch von einem Anwalt der Berliner Mietergemeinschaft beschimpfen lassen musste. Na, wären ja schöne Zustände.
      Engagierte Mietglieder als Leute die immer Remmidemmi machen und stören zu bezeichnen finde ich auch interessant. Vielleicht ist es ja auch nur neu für den ein oder anderen, dass es auch Überzeugungen gibt die man nachhaltig und friedlich vertreten will.
      Ehrlich gesagt, wenn Leute die stören sich ausweisen sollten, dann hoffe ich Gudrun Bahn und Co. haben beim nächsten Mal ihre Mitgliedsausweise dabei 😉

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  2. Wolfgang Meins sagt:

    Guten Tag,

    mein Name ist Wolfgang Meins.

    Ich war/bin eigentlich immer noch von Beruf Rechtsanwalt und habe mein gesamtes berufliches Leben lang schwerpunktmäßig Mietrecht für Mieter und in diesem Zusammenhang auch seit dessen Gründung ehrenamtliche Beratung für den Hamburger Mieterverein ‚Mieter helfen Mietern‘ gemacht.

    Seit einiger Zeit verfolge ich über BMGWATCH die Auseinandersetzungn in der Berliner Mieter-Gemeinschaft und muß sagen, das macht mich einigermaßen fassungslos.

    Was bitte, geht denn gerade da ab?!?!

    Warum sollen denn Anwalts-Kolleg/Innen, die ehrenamtlich beraten, nicht gleichzeitig auch Funktonen im Verein wahrnehmen dürfen, wenn genügend wahlberechtigte Mitglieder der Meinung sind, dass sie dies tun sollen.

    Nicht nur, daß dies jetzt seit vielen Jahren bei Mieter helfen Mietern problemlos funktioniert – beratende RAe sitzen hier seit Jahren mit im Vorstand -.
    Sie werden erstaunlicherweise als Vorstände auch wiedergewählt!! Und das liegt mit Sicherheit nicht daran, dass die Mitglieder von MhM unkritischer sind, als diejenigen der BMG.

    Und: kein Kollege und keine Kollegin, die bei MhM ehrenamtlich beraten und natürlich auch Mandate über diese Beratung erhalten, hat irgendwann einmal wegen Reichtums sein/ihr Büro geschlossen. Das gibt das Mietrecht nun wirklich nicht her.

    In diesem Sinne
    Schöne Grüße
    Wolfgang Meins

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  3. Lutze sagt:

    Was ist denn aus der Beratungsstelle geworden? Berät Herr Enders noch? Ich habe mich immer ganz ordentlich beraten gefühlt.

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  4. Ayla sagt:

    Das kann die Mietergemeinschaft am besten beantworten: 030 – 216 80 01.

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  5. […] wo Mieter_innen nicht nur Beratung abholen sondern sich vernetzen und gegenseitig unterstützen, zerschlagen, und über die Verwendung unserer Beitragsgelder keine Rechenschaft […]

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